Die dunkle Seite der Energiewende

Strommast

Oftmals passiert es, das viele Einkommensschwache aufgrund von nicht bezahlten Stromrechnungen im Dunkeln sitzen. Jetzt starten viele Stadtwerke Hilfsprogramme, wobei man davon ausgeht, dass der Auslöser ein nächtlicher Wohnungsbrand war, bei dem 4 Kinder ums Leben kamen. Von diesem Vorfall wurde die Politik alarmiert, denn die Familie lebte von staatlicher Stütze und hat ihre Wohnung nachts mit Kerzen erhellt, nachdem die Stadtwerke den Strom abgeklemmt haben aufgrund von nicht bezahlten Rechnungen.

Mit diesem Drama wurde die dunkle Seite der Energiewende erhellt, denn durch die massiv ansteigenden Energiekosten, wird es Hartz IV Beziehern, gering Verdienenden oder Rentnern schwer gemacht, ihre Rechnungen bei den Energieversorgern auszugleichen und diese dann mit den säumigen Zahlern zu tun haben. Jährlich sitzen nach Schätzungen der Sozialverbände rund 600.000 Bürger im dunkeln, weil man ihnen den Saft abdrehte. Seit dem Brand im August 2012 sucht man an der Saar bereits nach Wegen, wie man die Stromsperren vermeiden kann.

Ein Frühwarnsystem soll helfen.

Stromzähler

Zu Jahresbeginn 2013 wurde ein Frühwarnsystem gestartet, auf die Initiative Rathauschefin von Saarbrücken, den Stadtwerken, dem Energieversorger Saar-Lox-Lux und dem Regionalverbund. Wenn eine Sperrung droht, dann wird der Jobcenter von dem Energieunternehmen unterrichtet, welches sich dann mit dem betroffenen darum bemüht, diese Sperrung abzuwenden. So gewährt man ihm beispielsweise ein Darlehn oder es wird beim Versorger um eine Stundung gebeten. Aufgrund des Datenschutzes muss der Kunde dem Informationsaustausch zustimmen, der zwischen Behörde und Versorger stattfindet. Ebenso gehört zu dem System auch, das die Stromsperrung nur noch von Montag bis Donnerstag stattfinden darf. Eine solche Kooperation existiert auch in Neunkirchen und ist dem Saarbrücker System ähnlich.

Weitere Projekte sind sogenannte „Prepaid-Zähler“ die man über Geldkarten oder Handy aufladen kann mit einer bestimmten Anzahl von Kilowattstunden. Hier zahlt der Kunde im voraus. Doch kann ein Kunde die Summe nicht aufbringen, dann droht ihm dennoch die Sperre. Ein Vorteil der Sperre ist, dass hier die Kalkulation mit dem Haushaltsgeld gefördert wird. Ebenso sind in anderen Regionen auch Energieberater und Sparhelfer unterwegs.

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